Kaum eine Behandlung der ästhetischen Medizin hat in den vergangenen Jahren so viele Fragen aufgeworfen wie das Fadenlifting. Die Vorstellung, dass feine Fäden unter der Haut für eine sichtbare Straffung sorgen, weckt Neugier — und manchmal auch Unsicherheit. In meiner Sprechstunde in Torgau begegnen mir immer wieder dieselben Fragen, die ich Ihnen hier in Ruhe und Klarheit beantworten möchte.
Das Fadenlifting ist ein minimal-invasives Verfahren, bei dem ich feinste, vollständig resorbierbare Fäden in die tieferen Hautschichten einbringe. Diese Fäden bewirken zweierlei: Zum einen führen sie zu einer sofortigen mechanischen Straffung des Gewebes, zum anderen regen sie über mehrere Monate hinweg die körpereigene Kollagenproduktion an. Je nach Indikation verwende ich PDO-, PLLA- oder PCL-Fäden — drei Materialien, die jeweils etwas unterschiedliche Eigenschaften haben und individuell auf Ihre Haut abgestimmt werden. Das Ergebnis ist eine harmonische, natürlich wirkende Verjüngung, die mit der Zeit sogar an Wirkung gewinnt.
Die Haltbarkeit hängt vor allem vom verwendeten Fadenmaterial ab. PDO-Fäden zeigen ihre liftende Wirkung in der Regel zwölf bis achtzehn Monate, PCL-Fäden achtzehn bis vierundzwanzig Monate, und PLLA-Fäden können bis zu zwei Jahre lang sichtbar nachwirken. Daneben spielen aber auch sehr individuelle Faktoren eine Rolle — Ihre Hautqualität, Ihr Alter, Ihr Lebensstil und nicht zuletzt die Anzahl und Platzierung der Fäden. Wer auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und konsequenten Sonnenschutz achtet, profitiert erfahrungsgemäß deutlich länger vom Ergebnis.
Vor der eigentlichen Behandlung nehme ich mir Zeit für eine ausführliche Analyse Ihres Gesichts und ein gemeinsames Beratungsgespräch. Im Anschluss desinfiziere ich die Haut sorgfältig und betäube die Behandlungsareale lokal, sodass das Einbringen der Fäden für Sie kaum spürbar ist. Je nach Umfang dauert der Eingriff zwischen dreißig und neunzig Minuten. Es handelt sich um eine ambulante Behandlung — Sie sind unmittelbar danach wieder gesellschaftsfähig und können die Praxis ohne Begleitperson verlassen.
Dank der lokalen Betäubung ist das Fadenlifting für die meisten Patientinnen und Patienten gut zu tolerieren. In den ersten drei bis fünf Tagen kann es zu einer leichten Schwellung oder kleinen Hämatomen kommen, die sich aber meist gut kaschieren lassen. Arbeitsfähig sind Sie in der Regel bereits nach ein bis zwei Tagen, und nach etwa einer Woche steht auch sportlichen oder gesellschaftlichen Aktivitäten nichts mehr im Wege.
Die Kosten richten sich nach Art und Anzahl der verwendeten Fäden sowie nach dem Behandlungsumfang. Für eine einzelne Zone bewegen sich die Preise üblicherweise zwischen 350 und 600 Euro, für die Behandlung des mittleren Gesichts zwischen 750 und 1.000 Euro. Da jedes Gesicht individuell ist, erstelle ich Ihnen im Beratungsgespräch ein transparentes, auf Sie zugeschnittenes Angebot — ohne versteckte Posten und ohne Druck.
Die meisten meiner Fadenlifting-Patientinnen und -Patienten sind zwischen fünfunddreißig und fünfundsechzig Jahre alt. In diesem Lebensabschnitt zeigt sich häufig eine leichte bis mittlere Hauterschlaffung, bei der die Fäden ihre volle Wirkung entfalten können. Bei sehr ausgeprägter Erschlaffung oder bei sehr dünner beziehungsweise sehr dicker Haut sind andere Verfahren oft sinnvoller. Auch ein zu junges Alter spricht in der Regel gegen die Behandlung — denn was nicht erschlafft ist, muss auch nicht gestrafft werden.
Das Fadenlifting gilt als sehr sicheres Verfahren, doch wie bei jedem Eingriff können vorübergehende Reaktionen auftreten. Dazu zählen Schwellungen, kleine Blutergüsse, Druckempfindlichkeit oder leichte Asymmetrien, die sich innerhalb weniger Tage von selbst zurückbilden. Seltenere Komplikationen wie eine Fadenextrusion, eine Sichtbarkeit der Fäden oder Infektionen lassen sich durch eine sorgfältige Technik, hochwertige Materialien und eine gewissenhafte Nachsorge in den allermeisten Fällen vermeiden.
Das Fadenlifting ist ein bemerkenswert vielseitiges Verfahren. Im Gesicht behandle ich besonders häufig den Wangenbereich, die Kiefer- und Halslinie, die Augenbrauen sowie die Nasolabial- und Marionettenfalten. Aber auch außerhalb des Gesichts lassen sich schöne Resultate erzielen — etwa am Hals, am Dekolleté oder an den Oberarmen, wo die Haut mit den Jahren häufig an Spannkraft verliert.
Damit Ihr Fadenlifting möglichst reibungslos verläuft, bitte ich Sie, in den zwei Wochen vor dem Termin auf blutverdünnende Medikamente, Alkohol und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wie hochdosiertes Vitamin E oder Fischöl zu verzichten — sofern medizinisch vertretbar. Am Behandlungstag selbst sollten Sie die Haut gründlich reinigen und ohne Make-up in die Praxis kommen. Eine entspannte Anreise und ausreichend Zeit für den Termin tragen ebenfalls dazu bei, dass Sie sich rundum wohlfühlen.
Die ersten Tage nach der Behandlung sind entscheidend für ein optimales Ergebnis. Ich empfehle Ihnen, in der ersten Woche mit erhöhtem Kopf zu schlafen, intensive Mimik zu vermeiden, die Areale zu kühlen und auf schwere körperliche Aktivität zu verzichten. In den darauffolgenden zwei bis drei Wochen sollten Sauna, Solarium und Gesichtsmassagen tabu sein. Eine sanfte Hautpflege und ein konsequenter Sonnenschutz unterstützen die Regeneration und sorgen dafür, dass die Kollagenstimulation ihr volles Potenzial entfalten kann.
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