Polynukleotide gehören für mich zu den spannendsten Entwicklungen der vergangenen Jahre — sie verbinden regenerative Medizin mit ästhetischer Präzision auf eine Art, die ich vorher in dieser Form nicht erlebt habe. Statt Volumen aufzufüllen, arbeiten sie tief in der Haut und stärken sie von innen heraus. In diesem Guide zeige ich Ihnen, wie ich Polynukleotide in meiner Praxis in Torgau einsetze und für welche Patientinnen und Patienten sie besonders geeignet sind.
Polynukleotide — kurz PN — sind hochreine DNA-Fragmente, die aus gereinigter Lachs-DNA gewonnen werden. Diese spezielle Herkunft hat einen guten Grund: Lachs-DNA ist der menschlichen DNA strukturell sehr ähnlich, dadurch ist sie ausgezeichnet biokompatibel und wird vom Körper ohne Reaktionen aufgenommen und vollständig abgebaut. Bekannte Präparate wie Plinest oder Newest werden in einem aufwendigen Verfahren gereinigt und sterilisiert, sodass am Ende nur die wirksamen Nukleotidketten verbleiben.
Polynukleotide aktivieren die Fibroblasten — jene Zellen, die in der Haut Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure produzieren. Sie sind also keine Filler, sondern echte Biostimulatoren. Sie regen die körpereigene Hyaluronsäure-Synthese an, fördern die Bildung von neuem Kollagen und Elastin und verbessern die Mikrozirkulation. Das Ergebnis ist eine Haut, die sich nach einigen Wochen spürbar fester, dichter und vitaler anfühlt — und genau das auch ausstrahlt.
Polynukleotide eignen sich für Patientinnen und Patienten, die ihre Hautqualität verbessern möchten — nicht ihre Konturen verändern. Besonders profitieren Menschen mit dünner, müder oder dehydrierter Haut, mit feinen Linien, mit nachlassender Spannkraft oder mit einem fahlen Teint. Auch im sensiblen Augenbereich, wo klassische Filler oft an ihre Grenzen kommen, sind Polynukleotide eine elegante und sichere Option. Ich setze sie ebenso erfolgreich am Hals, im Dekolleté und an den Handrücken ein.
Im Vorfeld nehme ich mir Zeit für ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem wir Ihre Hautsituation und Ihre Erwartungen besprechen. Am Behandlungstag reinige und desinfiziere ich das Areal sorgfältig und trage bei Bedarf eine betäubende Creme auf. Anschließend injiziere ich die Polynukleotide mit feinen Nadeln oder Kanülen in mehreren kleinen Depots in die mittlere Hautschicht. Die gesamte Sitzung dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten — danach können Sie die Praxis direkt wieder verlassen.
Für ein optimales Ergebnis empfehle ich zwei bis drei Sitzungen im Abstand von jeweils drei bis vier Wochen. Diese Initialserie schafft die Grundlage für eine nachhaltige Hautregeneration. Danach reicht meist eine Auffrischung alle sechs bis neun Monate, um das Ergebnis zu erhalten.
Erste sichtbare Veränderungen zeigen sich meist nach zwei bis drei Wochen, wenn die Fibroblastenaktivität deutlich angeregt ist. Das vollständige Ergebnis entwickelt sich über mehrere Wochen hinweg und wird mit jeder weiteren Sitzung intensiver. Die Wirkung hält in der Regel sechs bis neun Monate an — danach empfehle ich eine sanfte Auffrischung, um die Hautqualität dauerhaft zu erhalten.
Die Kosten einer Polynukleotid-Behandlung richten sich nach dem Behandlungsareal, der Anzahl der Ampullen und der Sitzungsanzahl. Im persönlichen Beratungsgespräch erstelle ich Ihnen ein individuelles Konzept und bespreche transparent die zu erwartenden Kosten — so haben Sie eine klare Grundlage für Ihre Entscheidung.
Bitte verzichten Sie 24 Stunden vor der Behandlung auf Alkohol und — sofern medizinisch vertretbar — auf blutverdünnende Mittel wie Ibuprofen oder ASS. So minimieren wir die Gefahr kleiner blauer Flecken. Kommen Sie ohne Make-up zum Termin, oder planen Sie etwas Zeit für die Reinigung ein.
Direkt nach der Behandlung können kleine Quaddeln, Rötungen oder leichte Schwellungen sichtbar sein — diese bilden sich meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden zurück. In den ersten 24 Stunden empfehle ich, auf Make-up, intensiven Sport, Sauna und direkte Sonneneinstrahlung zu verzichten. Verwenden Sie eine sanfte Pflege und in den Folgetagen einen guten UV-Schutz.
Diese Frage höre ich oft, und sie ist berechtigt. Hyaluronsäure-Filler arbeiten primär mit Volumen — sie füllen Fältchen, modellieren Konturen und schaffen Struktur. Polynukleotide hingegen arbeiten regenerativ: Sie verändern nicht die Form Ihres Gesichts, sondern die Beschaffenheit Ihrer Haut. Beide Verfahren ergänzen sich hervorragend und können gemeinsam zu einem ganzheitlichen, sehr natürlichen Ergebnis führen.
Polynukleotide lassen sich wunderbar mit anderen Behandlungen verbinden — etwa mit Botulinumtoxin gegen mimische Falten, mit Hyaluronsäure für gezielten Volumenaufbau oder mit Skinboostern und PRP für eine umfassende Hautregeneration. Auch nach einer Microneedling-Sitzung sind sie eine sinnvolle Ergänzung. So entsteht ein individuelles Konzept, das genau zu Ihrem Hautbild passt.
Polynukleotide sind für mich die ideale Antwort auf einen modernen Wunsch: Hautqualität verbessern, ohne das Gesicht zu verändern. Sie wirken leise, aber gründlich — und liefern ein Ergebnis, das nicht "gemacht" aussieht, sondern einfach gesund. Wer seine Haut langfristig stärken möchte, findet in dieser Behandlung eine außergewöhnlich elegante Option.
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